Person bedient ein Tablet mit Grafiken und Datenanalysen vor einer technischen Anlage.

Case Study: Projektleiterin Verfahrenstechnik

Besetzung der Position „Projektleiter Verfahrenstechnik (m/w/d)“ – kommunale Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen Schauen Sie mir bei der täglichen Arbeit über die Schulter: Diese Case Study zeigt, wie eine verfahrenstechnische Schlüsselrolle bei einem kommunalen Wasserverband zielgenau und termintreu besetzt wurde.

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Der Kunde

Ein kommunaler Wasserverband in Nordrhein-Westfalen (Körperschaft des öffentlichen Rechts) mit mehreren Kläranlagen, Pumpwerken und Regenbecken.

  • Leistung: Abwasserreinigung für mehr als 500.000 Einwohnerwerte.
  • Technik: Eigene Leit- und Automatisierungstechnik (SCADA).
  • Investitionsschwerpunkte: Energieeffizienz, Mikroschadstoffelimination (4. Reinigungsstufe) sowie Klimaanpassung (Starkregen- und Überflutungsschutz).

Die Position

  • Stellenbezeichnung: Projektleiter Verfahrenstechnik (m/w/d)
  • Funktion: Leitung verfahrenstechnischer Investitions- und Optimierungsprojekte (CAPEX/OPEX)
  • Befugnisse: Vollumfängliche Projektverantwortung inkl. Budget, Zeitplan und Qualität; fachliche Führung interdisziplinärer Projektteams
  • Zuständigkeit: Projekte an Kläranlagen (z. B. P-Elimination, Faulung, Gebläsetechnik, Filtration/Adsorption), Pumpwerken und EMSR-Modernisierung
  • Berichtslinie: Bereichsleiter Technik / Prokurist
  • Standort: Präsenz am Hauptstandort, regelmäßige Baustellentermine, anteilig mobiles Arbeiten
Eine Hand hält ein leuchtendes Zahnrad mit digitalen Mustern, vor einem dunklen Hintergrund.
Eine Hand fügt ein grünes Puzzlestück in ein fast vollständiges Puzzle mit Geschäftsszenen ein.

Die Herausforderung

  • Enger Kandidatenmarkt: Gesucht war tiefes verfahrenstechnisches Know-how in der kommunalen Abwasserreinigung mit nachweisbarer Projekt- und Vergabekompetenz.
  • Schnittstellenstärke: Brücke zwischen Betrieb, Planungsbüros, Lieferanten, Genehmigungsbehörden und Politik.
  • Transformation: Parallele Programme (Energieautarkie, 4. Reinigungsstufe, SCADA-Update) erforderten priorisiertes Multiprojektmanagement.
  • Wettbewerb: Die Privatwirtschaft lockt mit Paket und Titel – Sinnstiftung, Stabilität und Gestaltungsspielraum mussten klar positioniert werden.
  • Zeitkritik: Meilensteine für Förderkulissen und Einleitergrenzwerte waren nicht verschiebbar.

Die Aufgaben

  • Machbarkeitsstudien, Basic und Detailed Engineering, Kosten-Nutzen-Rechnungen
  • Vergabestrategie und Mitwirkung bei Vergaben (VgV/VOB), Vertrags- und Nachtragsmanagement
  • Steuerung externer Planungsbüros, Lieferanten und Bauunternehmen
  • Behörden- und Genehmigungsmanagement (WHG, AwSV), Einhaltung des DWA-Regelwerks
  • Inbetriebnahmen, Performance-Tests, Abnahme und Übergabe in den Betrieb

Die Erfolgsstrategie

  • Anforderungsprofil (Woche 1): Workshop mit Technik, Betrieb, Einkauf und Personal; klare Trennung von Must-haves (DWA-Praxis, VgV-Sicherheit) und Nice-to-haves (BIM, GAEB).
  • Research (Woche 1–2): Wasserverbände, Stadtentwässerungen und Zweckverbände in NRW, Ingenieur- und Anlagenbauer sowie EMSR-Integratoren.
  • Direktansprache (Woche 2–5): Diskrete Erstansprache per Telefon und Business-Netzwerk, Aktivierung von Fachnetzwerken.
  • Value Proposition: Sichtbarer ökologischer Impact, End-to-End-Projektverantwortung, kurze Wege, Planbarkeit und flexible Arbeitszeitmodelle.
  • Mehrstufige Auswahl (Woche 4–8): Pre-Screening, Fachinterview mit Fallaufgabe, Fallpräsentation vor Technik und Betrieb, Referenzen und Vertragsverhandlung.
  • Candidate Experience: Klare Timelines, Rückmeldungen binnen 48 Stunden und eine Back-up-Shortlist zur Risikominimierung.

Ergebnisse & Kennzahlen

Recherchierte Zielorganisationen:68
Angesprochene Kandidaten:112
Präsentierte Kandidaten:5(Shortlist)
Erster passender CV in Woche:3
Projektdauer gesamt:9Wochen

Das Fazit

Die Vakanz wurde zielgenau und termintreu besetzt. Die ausgewählte Projektleiterin – M.Sc. Verfahrenstechnik mit Schwerpunkt Wasser/Abwasser, acht Jahre kommunale Abwassertechnik, davon fünf Jahre Projektleitung mit Budgetverantwortung bis 6 Mio. € – vereint betriebliches Verständnis mit robuster Projektsteuerung und Vergabesicherheit.

Mit ihrer Erfahrung in Mikroschadstoff-, Energie- und EMSR-Projekten kann der Verband parallele Großmaßnahmen koordiniert umsetzen, Förderfristen einhalten und Betrieb und Bau reibungsarm verzahnen.

Zeitachse im Überblick

  • Woche 1: Profil-Workshop, EVP-Schärfung, Suchstrategie
  • Woche 2–3: Research und Longlist, Start Direktansprache, erster passender CV
  • Woche 4–5: Fachinterviews, Fallaufgaben, Start Referenzen
  • Woche 6–7: Stakeholder-Präsentationen, Rundgänge, finale Shortlist
  • Woche 8–9: Angebot, Vertragsverhandlung, Unterschrift

Erfolgsfaktoren

  • Klares Must-have-Set (DWA-Praxis + VgV-Sicherheit) statt überfrachteter Wunschliste
  • Wirksamkeits-Story: Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit als messbarer Impact
  • Fachlich valide Auswahldiagnostik mit Fallaufgaben auf Basis realer Daten
  • Taktung und Transparenz: verbindliche Rückmeldeschleifen, feste Slots, kurze Wege

Stimmen aus dem Projekt


„Die Kombination aus verfahrenstechnischer Tiefe und souveräner Vergabe- und Projektsteuerung war unser Nadelöhr. Der Prozess war strukturiert, zügig und offen – genau das, was wir für unsere parallelen Großprojekte brauchten.“

— Leiter Technik, Wasserverband NRW


„Selten war eine Rolle so klar beschrieben. Die Fallaufgabe zeigte genau, was mich erwartet – das hat die Entscheidung leicht gemacht.“

— Eingestellte Projektleiterin Verfahrenstechnik