Ein älterer Mann in Schutzkleidung und Helm steht in einer Industrieumgebung mit glühenden Metallschmelzen im Hintergrund.

Case Study: Leiter Konstruktion

Besetzung der Position „Leiter Konstruktion (m/w/d)“ – Industriebau Hinter den Kulissen: Diese Case Study zeigt, wie eine Schlüsselrolle in einer wachstumsstarken Ingenieurgesellschaft für Industriebau besetzt wurde – vertraulich, zielgenau und innerhalb von neun Wochen bis zum unterschriebenen Vertrag.

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Der Kunde

Eine wachstumsstarke Ingenieurgesellschaft mit Schwerpunkt Industriebau (Prozessindustrie, Logistik, Food & Beverage) suchte für ihren süddeutschen Hauptsitz eine Führungskraft, die die Konstruktionsabteilung strategisch und operativ auf das nächste Level hebt.

  • Mitarbeitende: ca. 230, davon rund 70 in Planung und Konstruktion.
  • Projekte: Von Brownfield-Modernisierungen bis zu Turnkey-Neubauten mit hohen HSE-, Baurechts- und GMP-Anforderungen.
  • Arbeitsweise: Modellbasiert mit BIM (Revit/Plant 3D), PDM und einem integrierten Qualitätsmanagement.

Die Position

  • Stellenbezeichnung: Leiter Konstruktion (m/w/d) Industriebau
  • Funktion: Fachliche und disziplinarische Leitung der Konstruktion
  • Teamgröße: 28 Konstrukteure und Detailplaner in drei Fachlinien (Hochbau, TGA/Anlagen, Stahlbau)
  • Berichtslinie: Direkt an den Leiter Engineering / Mitglied der Geschäftsleitung
  • Schnittstellen: Projektleitung, Architektur, Statik, TGA, Einkauf, Baustellenmanagement, Qualität
  • Muss-Kompetenzen: 10+ Jahre Industrie- oder Anlagenbau, Führungserfahrung, tiefes BIM-Know-how, Normenkenntnis (DIN/EN), Basiswissen Vertrags- und Claim-Management
  • Soll-Kompetenzen: Lean Design, Prefabrication/Modularisierung, digitale Workflows, Englisch C1
Eine Hand hält ein leuchtendes Zahnrad mit digitalen Mustern, vor einem dunklen Hintergrund.
Eine Hand fügt ein grünes Puzzlestück in ein fast vollständiges Puzzle mit Geschäftsszenen ein.

Die Herausforderung

  • Skalierung unter Last: Auftragseingang +22 % p. a.; parallele Großprojekte über 50 Mio. € erforderten stabile Standards, ohne die Umsetzung zu verlangsamen.
  • Talentknappheit: Enger Kandidatenmarkt im Industriebau; Wechselbereitschaft vor allem bei Projektleitern, weniger bei Leiter-Profilen.
  • Change-Auftrag: BIM war eingeführt, aber heterogen. Gesucht war Change-Führung mit Hands-on-Glaubwürdigkeit.
  • Standortbindung: Präsenz an drei Tagen pro Woche für Nähe zum Team; Relocation erwünscht, Remote nur begrenzt.
  • Budget und Markt: Attraktives, aber nicht „Top-of-Market“-Paket – Ausgleich über Gestaltungsspielraum, Team und Projektpipeline.
  • Diskretion: Nachbesetzung aus dem laufenden Geschäft – vertrauliche Suche.

Die Aufgaben

  • Aufbau und Weiterentwicklung einer skalierbaren BIM-/PDM-Landschaft und einheitlicher Standards (Familien, Templates, CDE)
  • Ressourcen- und Kapazitätssteuerung, Make-or-Buy, Führung von Nearshoring-Partnern
  • Konstruktive Exzellenz sicherstellen: Review-Gates, Clash- und Model-Checks, As-Built-Prozesse
  • People Leadership: Recruiting, Mentoring, Laufbahnmodelle, Trainings (BIM, Normen, HSE)
  • Kosten-, Termin- und Qualitätsverantwortung in der Konstruktionsphase

Die Erfolgsstrategie

  • Kick-off und Scorecard: Gemeinsam definierte Role Scorecard (Must-haves, Erfolgsmessung nach 6/12 Monaten, Kulturanker) und Ziel-Landkarte (Industrie- und Anlagenbau, EPCs, planende GU, Inhouse-Engineering).
  • Zielfirmen und Research: 92 Zielfirmen in der DACH-Region, priorisiert nach BIM-Reife, Projektmix und Führungsspannen; Mapping von Leiter-, Gruppenleiter- und Senior-Projektleiter-Profilen mit nachweisbarer Teamführung.
  • Direktsuche: Telefonische Direktansprache und präzises LinkedIn-Outreach mit „Realistic Job Preview“ (BIM-Roadmap, Teamaufbau, Quick Wins); diskrete Erstgespräche außerhalb der üblichen Arbeitszeiten.
  • Nutzenargumentation: Gestaltungsfreiheit (Standardisierung, Tool-Stack, Lieferantenstrategie), Projektqualität mit Blue-Chip-Kunden, eigene Academy und messbarer Impact.
  • Eignungsdiagnostik: Strukturiertes Behavioral Interview, Case „Greenfield-Fabrik“, Portfolio-Review, BIM-Maturity-Check und 360°-Referenzen.
  • Kundenseitiger Prozess: Gespräche mit Geschäftsleitung und Team-Panel, Werksrundgang, finale Fallstudie sowie begleitete Angebotsphase (Fixum, Bonus, Relocation, Starttermin).

Ergebnisse & Kennzahlen

Angesprochene Kandidaten:148
Qualifizierte Longlist:23Profile
Präsentierte Kandidaten:5(Shortlist)
Erstpräsentation in Woche:3
Projektdauer gesamt:9Wochen

Das Fazit

Die Kombination aus zielgenauer Direktsuche, stringenter Scorecard-Diagnostik und einem attraktiven, ehrlich kommunizierten Wirkungsversprechen ermöglichte die zügige Besetzung einer knapp verfügbaren Schlüsselrolle. Eingestellt wurde eine Führungskraft mit 15 Jahren Erfahrung im Industrie- und Anlagenbau (Food & Beverage, Chemie), Führung von 20–35 FTE, Einführung von BIM-Standards unter Last und einer nachweislichen Lead-Time-Reduktion von 18 % in der Konstruktionsphase.

Entscheidend waren Change-Glaubwürdigkeit, People Leadership und Schnittstellenkompetenz über Gewerke hinweg. Das Ergebnis: spürbar weniger Rework, schnellere Freigaben und ein skalierbares Setup für weiteres Wachstum.

Wirkung in den ersten 6 bis 12 Monaten

  • BIM und Standards: konsolidierte Familienbibliothek, verbindliche Modell-Meilensteine, Clash-Quote −32 % bis LOD 300
  • Durchlaufzeiten: −14 % in der Genehmigungs- und Ausführungsplanung durch definierte Review-Gates
  • Team und Recruiting: Career Framework eingeführt, Time-to-Hire Konstruktion −21 %, Onboarding-Buddy-System
  • Make-or-Buy: gestrafftes Partnerportfolio, Auslastungsspitzen ohne Qualitätsverlust abgefedert
  • Kostentransparenz: Frühwarn-KPIs für Änderungsindex und Nachträge, monatliche Plan-Ist-Sicht

Projektablauf im Überblick

  • Kick-off und Scorecard (Woche 0)
  • Research und Longlist (Woche 1–2)
  • Erstansprachen und Qualifizierung (Woche 2–3)
  • Shortlist-Präsentation (Woche 3)
  • Interviews, Case, Referenzen (Woche 4–6)
  • Finale und Angebot (Woche 7)
  • Vertragsunterzeichnung (Woche 9)

Wann dieser Ansatz besonders wirkt

  • Wenn BIM und Digital Construction nicht nur Tool, sondern Arbeitsweise sein sollen
  • Bei skalierenden Projektpipelines mit parallel laufenden Großprojekten
  • Wenn Kultur und Change ebenso wichtig sind wie fachliche Tiefe
  • Bei regional gebundenen Standorten, die echte Präsenzführung brauchen