Eine konzentrierte Frau in einem Labor untersucht präzise ein technisches Bauteil mit Handschuhen.

Case Study: Teamleiter Produktentwicklung

Besetzung der Position „Teamleiter Produktentwicklung Elektronik (m/w/d)“ – Sensorik in Norddeutschland Hinter den Kulissen: Diese Case Study zeigt, wie eine Führungsrolle in der Elektronikentwicklung in einem wettbewerbsintensiven Kandidatenmarkt innerhalb von acht Wochen besetzt wurde.

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Der Kunde

Ein mittelständischer, international tätiger Hersteller industrieller Sensorik mit Hauptsitz im Raum Hamburg/Bremen. Das Unternehmen entwickelt und produziert robuste Mess- und Überwachungslösungen für den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Prozessindustrie.

  • Mitarbeitende: rund 380, davon 45 in Forschung & Entwicklung.
  • Fertigungstiefe: Von Elektronik (analog/digital) und Embedded-Software bis zur Kalibrierung im eigenen Labor.

Die Position

  • Stellenbezeichnung: Teamleiter Produktentwicklung Elektronik (m/w/d)
  • Funktion: Führung eines interdisziplinären Teams (Elektronik- und Hardwareentwicklung, Embedded-Software, Test)
  • Disziplinarische Verantwortung: 12 Mitarbeitende und 3 Werkstudierende
  • Berichtslinie: Head of R&D EMEA
  • Standort: Onsite-first mit zwei Remote-Tagen pro Woche; gelegentliche Reisen zu Fertigungs- und Kundenstandorten in D/A/NL
Eine Hand hält ein leuchtendes Zahnrad mit digitalen Mustern, vor einem dunklen Hintergrund.
Eine Hand fügt ein grünes Puzzlestück in ein fast vollständiges Puzzle mit Geschäftsszenen ein.

Die Herausforderung

  • Knapper Talentmarkt: Starker Wettbewerb um Senior-Profile im Norden, mehrere Wettbewerber mit attraktiven Aktien- und Bonusmodellen.
  • Rollenspezifik: Tiefe Elektronikexpertise (Mixed-Signal, EMV, funktionale Sicherheit) kombiniert mit moderner, agiler Führung.
  • Transformationsauftrag: Weg von der Variantenpflege hin zu modularen Plattformarchitekturen, Testautomatisierung (HIL) und Design-to-Cost.
  • Zeitfenster: Projektstart in Q2; die Markteinführung einer neuen IO-Link-Sensorreihe in Q4 erforderte frühzeitige Teamstärkung.
  • Kulturelle Passung: Gesucht war eine „Builder-Persönlichkeit“ mit Hands-on-Führung statt reiner Verwaltung.

Die Aufgaben

  • End-to-End-Verantwortung für neue Sensorplattformen (Druck, Temperatur, Vibration) von der Konzeptphase bis zur Serienreife
  • Architekturentscheidungen für Mixed-Signal-Designs, EMV-gerechte Layouts und Low-Power-Design
  • Sicherstellung normativer Anforderungen (u. a. ISO 9001, IEC 61010, ggf. SIL/PL)
  • Aufbau eines agilen, skalierbaren Entwicklungsprozesses (Scrum/Kanban, CI/CD für Embedded)
  • Schnittstelle zu Produktmanagement, Industrial Engineering, Einkauf und Key Accounts

Die Erfolgsstrategie

  • Profil schärfen: Halbtägiger Workshop mit R&D, Produktmanagement und HR; zweigleisiges Profil (Elektronik- oder Embedded-Schwerpunkt, beide mit nachweisbarer Führung); 48-Stunden-Feedback.
  • Zielfirmen-Landkarte: 79 Zielfirmen aus Sensorik, Mess- und Prüftechnik, industrieller Elektronik und Windenergie-Peripherie; Primärraum Norddeutschland.
  • Direktansprache und Communities: Telefonische und digitale Ansprache, Alumni-Netzwerke norddeutscher Hochschulen und eine Outreach-Sequenz mit drei Touchpoints.
  • Realitätsnahe Evaluation: Fach-Screening mit Mixed-Signal-Fallbeispiel, Deep-Dive mit Architektur-Whiteboard und Teamfit-Gespräche mit Senior Engineers.
  • Angebotsstrategie: Transparente Vergütungsbänder inkl. Zielbonus und Umzugszuschuss, Labor-Besuch vor dem Angebot sowie 30/60/90-Tage-Plan mit meilensteinbasierten Zielen.

Ergebnisse & Kennzahlen

Recherchierte Zielfirmen:79
Angesprochene Kandidaten:118
Qualifizierte Erstgespräche:31
Präsentierte Kandidaten:4
Time-to-Shortlist:4,5Wochen
Projektdauer gesamt:8Wochen

Das Fazit

Eingestellt wurde ein ehemaliger Lead Hardware Architect mit neun Jahren Erfahrung – das erste Angebot wurde angenommen. Die Kombination aus präziser Rollenarchitektur, zweigleisigem Kompetenzprofil und realitätsnaher Evaluation verkürzte die Time-to-Hire spürbar und erhöhte die Passgenauigkeit.

Entscheidungsdisziplin mit vorgeblockten Interview-Slots und eine transparente Angebotsstrategie reduzierten Absprünge – entscheidend im wettbewerbsintensiven Elektronikmarkt des Nordens. Für den Kunden wurde die Besetzung zum Hebelprojekt: höhere Erstpassraten, stabile Roadmap-Einhaltung und ein gestärktes Engineering-Leadership-Team.

Wirkung nach 9 Monaten

  • EMV-Erstpassrate von 62 % auf 88 % gesteigert; Redesign-Schleifen −27 %
  • HIL-Testautomatisierung eingeführt; Regressionstests unter 90 Minuten (vorher 1,5 Tage)
  • Time-to-Market der neuen IO-Link-Reihe um acht Wochen verkürzt
  • Fluktuation im Team: 0 %; eNPS +21 Punkte

Stimmen aus dem Projekt


„Die Suche nach einer Führungskraft, die analoge und digitale Elektronik ebenso beherrscht wie moderne Führung, war unser Engpass. Die strukturierte Vorauswahl und das praxisnahe Assessment machten den Unterschied. Die neue Teamleitung hat binnen weniger Monate unsere Plattformstrategie beschleunigt und die EMV-Quote deutlich verbessert.“

— Head of R&D, Sensorik-Hersteller (anonymisiert)