Leiter Wartung und Instandhaltung (m/w/d) chemische Industrie | Großraum Hamburg

Case Study: Produktionsleitung Spezialchemie

Besetzung der Position „Produktionsleiter (m/w/d)“ – Spezialchemie Schauen Sie mir bei der täglichen Arbeit über die Schulter: Diese Case Study zeigt, wie ich bei der Besetzung kritischer Führungspositionen in regulierten Produktionsumgebungen vorgehe – von der Anforderungsaufnahme bis zur erfolgreichen Einstellung.

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Der Kunde

Ein europäischer, eigentümergeführter Mittelständler mit rund 700 Mitarbeitenden und zwei Produktionsstandorten in der DACH-Region. Das Unternehmen entwickelt und produziert Spezialchemikalien für Beschichtungen und Additive in Batch- und semikontinuierlicher Fertigung.

  • Regulatorisches Umfeld: REACH/CLP, Störfall-Verordnung (Seveso III), teilweise ATEX-Zonen, ISO 9001/14001, ISO 50001.
  • Technologie: Reaktorsynthesen (1–10 m³), Lösemittel-Handling, Destillation/Filtration, Pastillierung, Abfülllinien, Utilities.
  • IT und Steuerung: Prozessleitsystem, MES-Anbindung, SAP PP, OEE-Monitoring.

Die Position

  • Stellenbezeichnung: Produktionsleiter (m/w/d)
  • Funktion: Leitung Produktion und fertigungsnahe Technik im 24/7-Schichtbetrieb
  • Führung: 6 direkte Reports (Schichtleitung, Instandhaltung, Arbeitsvorbereitung, EHS-Koordination), rund 180 Mitarbeitende gesamt
  • Befugnisse: Budget- und Personalverantwortung, CAPEX bis 2,5 Mio. €, Sicherheits- und Anlagenverantwortung gem. BetrSichV
  • Berichtslinie: Werkleiter / Managing Director Site
Eine Hand hält ein leuchtendes Zahnrad mit digitalen Mustern, vor einem dunklen Hintergrund.
Eine Hand fügt ein grünes Puzzlestück in ein fast vollständiges Puzzle mit Geschäftsszenen ein.

Die Herausforderung

  • Enger Kandidatenmarkt: Die Kombination aus Spezialchemie-Know-how, 24/7-Führungserfahrung und Prozesssicherheitsverantwortung (Seveso/ATEX) ist selten.
  • Standortfaktor: Kandidatenpräferenz „Pendeln statt Umzug“ im ländlichen Raum – eingeschränkter Pool.
  • Führung und Kultur: Gesucht war ein People Leader mit Bodenhaftung: Präsenz in der Halle, Schichtnähe, klare Standards.
  • Change-Agenda: Parallele Investitionen (Neureaktor, Abfüll-Revamp) erforderten CAPEX-Erfahrung und Start-up-Readiness.
  • Vergütung: Marktübliche Pakete ohne überzogene Sign-on-Boni – daher eine klare EVP-Story.
  • Diskretion: Stille Suche wegen einer internen Interimslösung.

Die Aufgaben

  • Stabilisierung und Ausbau der OEE (Ziel +5 Prozentpunkte pro Jahr) und der First-Pass-Yield
  • Steuerung von Turnarounds und geplanten Stillständen, Priorisierung des Instandhaltungs-Backlogs
  • EHS-Kultur stärken und Prozesssicherheits-KPIs verbessern
  • Einführung eines standardisierten Shopfloor-Managements (Kennzahlen, Daily Huddles, Boards)
  • Schnittstellenführung zu Supply Chain, QM, Engineering, Vertrieb und Regulatory

Die Erfolgsstrategie

  • Anforderungsaufnahme und Scorecard: Workshop mit Werkleitung, EHS und HR; Übersetzung in eine Kompetenz- und Erfahrungsmatrix.
  • Zielmärkte: Spezialchemie, Coating-Vorprodukte, Additive, Klebstoffe und Agro-Intermediates mit Fokus auf Batch-Umgebungen mit Seveso/ATEX.
  • Kombinierte Direktsuche: Telefonische Direktansprache, LinkedIn/Xing, persönliche Chemie-Netzwerke, Fachverbände und EHS-Communities.
  • Value Proposition: Hohe Gestaltungsfreiheit, kurze Entscheidungswege, messbare Wirkung und werteorientierte Werkskultur.
  • Mehrstufige Auswahl: Kompetenzinterview, Case „Ramp-up neuer Reaktorstrang & OEE-Steigerung“, Site-Walk mit Schichtleitern und 360°-Referenzen.
  • Angebot und Closing: Frühzeitige Gehalts- und Umzugsszenarien, 90-Tage-Roadmap sowie proaktiv gelöste Familien- und Wohnortthemen.

Ergebnisse & Kennzahlen

Angesprochene Kandidaten:158
Qualifizierte Erstgespräche:34
Kunden-Erstinterviews:9
Präsentierte Kandidaten:3(Shortlist)
Time-to-Shortlist:5Wochen
Projektdauer gesamt:8Wochen

Das Fazit

Durch eine stringente, praxisnahe Auswahlmethodik und ein glaubwürdiges EVP-Narrativ konnte in einem schwierigen Marktumfeld binnen zwei Monaten eine passgenaue Produktionsleitung gewonnen werden. Die zweitplatzierte Person wurde zudem als „Silver Medalist“ für eine Teamleiter-Nachfolge gesichert.

Ausschlaggebend waren die Verzahnung aus EHS-Exzellenz, Lean-Kompetenz und Führung am Ort der Wertschöpfung sowie ein Onboarding, das bereits vor dem ersten Arbeitstag ansetzte. So wurde aus einer kritischen Vakanz ein Katalysator für Sicherheit, Stabilität und Effizienz.

Wirkung nach 6 bis 12 Monaten

  • +6,4 Prozentpunkte OEE nach 12 Monaten
  • −18 % Abweichungen und Abstellungen wegen Sicherheitsbeobachtungen
  • Turnaround vier Tage früher abgeschlossen bei vergleichbarem Umfang
  • Einführung eines Shopfloor-Management-Standards (Daily, Weekly, KPI-Board)

Stimmen aus dem Projekt


„Wir wollten keinen Präsentationsweltmeister, sondern eine Führungskraft, die Sicherheit, Qualität und Output jeden Tag greifbar macht. Der ausgewählte Kandidat hat in kurzer Zeit messbare Verbesserungen erreicht und die Mannschaft mitgenommen. Die strukturierte Vorgehensweise und die ehrliche Beratung in der Angebotsphase waren entscheidend.“

— Geschäftsführer Werkverbund, Spezialchemie (anonymisiert)