Der erste Eindruck zählt – Die hohe Kunst des perfekten Anschreibens

Das Anschreiben ist das Herzstück einer jeden Bewerbung. Nicht verwunderlich also, dass Headhunter großen Wert auf einen aussagekräftigen Cover Letter und übersichtlichen CV (lat. Curriculum Vitae) legen.
Damit die wichtigsten Meilensteine in Ihrem Leben auch richtig Eindruck machen, verraten wir Ihnen nun unsere Tipps, mit denen das nächste Anschreiben garantiert überzeugt.

Natürlich sollten Sie den Stil Ihrer Bewerbung abhängig von der Position machen, auf die Sie sich bewerben. Im Marketing kann das Anschreiben ruhig etwas ausgefallener sein. Bewerbungen für den Finanzsektor werden ein wenig förmlicher formuliert.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Trauen sich ruhig bei Ihrer Bewerbung mehr von Ihrer Persönlichkeit zu zeigen. Mehr als eine höfliche Absage per E-Mail brauchen Sie dabei nicht zu fürchten. Eine Umfrage des Institute for Competive Recruiting unter 250 Personalern zeigte, dass Recruiter im Durchschnitt 60 – 120 Sekunden benötigen, um Unterlagen zu sichten. Für Bewerber gilt also, gleich bei der Einleitung des Anschreibens das Interesse wecken.

Wer dabei allerdings mit den abgedroschenen Worten “Hiermit bewerbe ich mich für …” beginnt, landet sehr schnell auf dem Haufen der Absagen. Überlegen Sie sich lieber einen kreativen Einstieg, in dem Sie sich Zeit nehmen und nach spannenden Informationen über Ihr Wunschunternehmen suchen. Das zeigt Personalern, dass sie keine unpersönliche Massenbewerbung vor sich liegen haben. Diese Informationen können Sie dann perfekt mit einer persönlichen Kompetenz verbinden:

Anschreiben

“Wie ich von der Wirtschaftswoche erfahren habe, wollen Sie Ihr Automobilgeschäft europaweit ausbauen. Als Maschinenbauingenieur mit Berufserfahrung bei französischen und schwedischen Automobilherstellern biete ich Ihnen …”

Beachten Sie dabei, dass Sie nicht nur bloße Kompetenzen aneinanderreihen. Floskeln wie Teamfähigkeit oder Verantwortungsbewusstsein hat jeder Personaler schon tausend Mal gelesen. Verknüpfen Sie auch im Hauptteil Ihres Anschreibens jede Fähigkeit immer mit einer praktischen Erfahrung aus Ihrem Berufsalltag. Dafür können Sie sich die Stellenanzeige zur Hilfe nehmen und für alle geforderten Hard Skills eine praktische Tätigkeit Ihrer erworbenen Erfahrungen auswählen, welche Sie dann ausformulieren:

Fließende Englischkenntnisse = Auslandssemester in Neuseeland
Praxiserfahrung bei der Organisation von Events = Seminarprojekt in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen und Werkstudententätigkeit

Der letzte Absatz mit Gehaltwunsch und Startdatum vollendet das perfekte Anschreiben. Der Verweis auf ein persönliches Gespräch gehört dabei zum guten Ton. Vermeiden Sie Sätze im Konjunktiv, da es schnell schüchtern und unsicher wirkt. Schließlich sind Sie ja überzeugt davon, der perfekte Anwärter für die Stelle zu sein:

“Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch in Hamburg. Falls Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gern per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung.” 

Nach unseren Tipps für das optimale Anschreiben können Sie eigentlich nichts mehr falsch machen? Abschließend haben wir Ihnen noch die Top 10 der Fehler zusammengefasst, die als absolutes No Go in jeder Bewerbung gelten.

  1. Adresse oder Ansprechpartner des Unternehmens falsch schreiben
  2. Unangemessene Wortwahl
  3. Rechtschreibfehler
  4. Fade Bewerbungsvorlagen
  5. Unpassendes Bewerbungsfoto
  6. Zu langes Anschreiben
  7. Fehlender Anhang
  8. Lücken im Lebenslauf
  9. Uneinheitliches Schriftbild
  10. Fehlendes Datum oder Unterschrift

Als Fazit lässt sich festhalten, dass Sie auf Klasse statt Masse setzen sollten. Verwenden Sie mehr Zeit für eine maßgeschneiderte Bewerbung, die sich genau auf ein Unternehmen bezieht, und zeigen Sie Ihre persönliche Qualifikation für die Stelle. Ihre Chancen sind mit drei sehr guten Bewerbungen genauso hoch wie mit 100 Standardisierten.